Eigentlich wäre sie heute tot – «Drogen waren für mich die Flucht von der Realität»

Ashley Johnson wächst bei ihrer Grossmutter auf, ihre Eltern sind Alkoholiker. Von klein auf ist sie depressiv und denkt über Selbstmord nach. Dann beginnt sie, Drogen zu nehmen – ihre Flucht von der Realität. Doch irgendwann kann sie nicht mehr.

Ashley Johnson wächst bei ihrer Grossmutter auf, ihre Eltern sind Alkoholiker. Von klein auf ist sie depressiv und denkt über Selbstmord nach. Dann beginnt sie, Drogen zu nehmen – ihre Flucht von der Realität. Doch irgendwann kann sie nicht mehr. Ist Selbstmord der einzige Ausweg?Als meine Mutter mit mir schwanger war, hatte sie immer wieder Selbstmordgedanken. Meine Eltern hatten starke Alkoholprobleme und so brachte meine Mutter mich direkt nach meiner Geburt zu meiner Grossmutter, wo ich aufwuchs. Meine Grossmutter nahm mich von klein auf mit in die Kirche. Mit neun Jahren hinterliess ein Krippenspiel grossen Eindruck auf mich und ich liess hinterher für mich beten. Ich wusste ab dem Moment, dass Jesus Christus wirklich lebt, aber ich selbst hatte ihn noch nicht gebeten, in mein Leben zu kommen.

Zurück zu den Eltern

Ich war schon immer sehr unsicher und schämte mich dafür, dass meine Grossmutter mich in die Kirche brachte und nicht meine Eltern, wie es bei anderen der Fall war. Gleichzeitig wurde meiner Grossmutter meine Erziehung zu viel und so schickte sie mich wieder zu meinen Eltern – obwohl ich da nicht hinwollte. Ich habe schöne Erinnerungen an meine Kindheit und liebe meine Eltern, aber sie waren für lange Zeit Alkoholiker und das hatte negative Auswirkungen auf mich… 

Abwärtsspirale

Mit elf Jahren ging ich zu einer Party und betrank mich zum ersten Mal. Am nächsten Morgen wachte ich in den Boxershorts eines 30-jährigen Mannes auf, der seine Arme um mich geschlungen hatte… Später wurde ich noch depressiver und unsicherer. Immer öfter dachte ich über das Sterben nach. Ich ging auf Partys, nahm alle möglichen Drogen, schwänzte die Schule. Dann begann ich, mit einem Drogendealer auszugehen. Er wurde ständig verhaftet, aber ich kam an jede Droge ran, die ich nur wollte. Drogen waren für mich die Flucht von meinem Leben, von der Realität.

Überdosis

In der Oberstufe wurde alles noch schlimmer, vor allem die Depressionen. Ich versuchte mehrmals, mich umzubringen und dachte ständig über Selbstmord nach. Als es nicht mehr weiterging, bat ich meine Mutter um Hilfe. Sie organisierte eine Rehabilitation für mich. Doch ich hasste es dort. In der ersten Nacht versuchte ich scheinbar, meine Zimmernachbarin zu erstechen. Daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern – ich war noch zu high.

Als ich die Reha wieder verliess, wollte ich nicht nach Hause und meine Mutter buchte ein Motelzimmer für mich. Doch ich wollte nicht mehr leben und trank eine ganze Flasche Hustenblocker aus und schluckte einen Cocktail an Tabletten. Dann suchte ich meinen Bruder auf und sagte ihm, dass ich ins Krankenhaus muss – obwohl ich eigentlich nur noch schlafen wollte. Mein Bruder brachte mich in eine Klinik, wo mein Magen ausgepumpt wurde. Laut den Ärzten wäre ich, wenn ich geschlafen oder nur zehn Minuten länger gewartet hätte, heute tot! 

Schrei nach Rettung

Nach einer Woche wurde ich wieder entlassen, aber ich war völlig allein. Wenn man beginnt, Drogen zu konsumieren, verliert man einige Freunde – wenn man wieder damit aufhört, hat man gar keine mehr… Ich versuchte, mein Leben in den Griff zu bekommen, nahm nur noch ab und zu Drogen, aber in mir war einfach diese Leere.

Eines Nachts war ich um 2 Uhr früh auf dem Weg nach Hause. Ich hatte über Gott nachgedacht und sah mit einem Mal eine ganz schwarze Figur mit einer Kapuze. Unbändige Angst überfiel mich und ich fing an zu schreien: «Gott, rette mich, hilf mir, hol mich hier raus!» Als ich zu Hause ankam, zitterte ich am ganzen Körper – aber Gott hörte mein Gebet. Von dem Moment an war ich gerettet. 

Verändert

Gott kam in dem Moment in mein Leben und hat mich verändert. Das ging nicht über Nacht, aber heute bin ich ein völlig anderer Mensch. Mein ganzes Leben lang war ich unglücklich – jetzt habe ich alles, wonach ich gesucht hatte, in Jesus gefunden. Auch später habe ich die Dinge immer wieder vermasselt, aber Jesus ist da. Er lässt mich nicht allein, sondern hilft mir, wieder aufzustehen. Er liebt mich nicht weniger, weil ich die Dinge vermassle. 

Heute bin ich Sonntagsschullehrerin, ich arbeite mit den Jugendlichen meiner Gemeinde und überall, wo ich hingehe, erzähle ich den Leuten, was Jesus für mich und mein Leben getan hat. Ich hoffe, dass meine Lebensgeschichte anderen hilft. Egal, wo du dich gerade befindet, du bist nie zu weit weg für Jesus. Er wird dich suchen und finden. Und wenn du Probleme mit etwas hast, gib sie ihm ab und sag ihm: «Gott, ich schaff das nicht allein. Ich gebe dir mein Leben. Hol mich aus diesem Loch heraus.» Gott lebt und er rettet auch heute noch Menschen.

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