Nach Selbstmordgedanken – Der Gig war die letzte Chance, die sie Gott gab

Bei einem Gig in einem Jugendcamp berichtete der Schweizer Rapper Jack Dylan auf der Bühne, wie er einst an Suizid gedacht hatte. Hinterher kam ein Mädchen auf ihn zu, das sich aufgrund des Konzerts entschied, keinen Selbstmord zu begehen.

Bei einem Gig in einem Jugendcamp berichtete der Schweizer Rapper Jack Dylan auf der Bühne, wie er einst an Suizid gedacht hatte. Hinterher kam ein Mädchen auf ihn zu, das sich aufgrund des Konzerts entschied, keinen Selbstmord zu begehen.Das Hip-Hop-Kollektiv «JackSayFree» besteht aus den drei Rappern Jack Dylan, Simon Kuziem und DJ FreeG. Immer wieder erleben die drei Jungs, dass Jugendliche bei ihren Auftritten berührt werden, wie sie gegenüber Livenet in einem Gespräch am Rande des diesjährigen «Springtime»-Festivals erklärten.

Jack Dylan erinnert sich: «Standartmässig geben wir bei unseren Gigs einen Input weiter. Einmal hatte ich etwas vorbereitet, doch als es soweit war, hatte ich das Gefühl, dass ich etwas anderes sagen sollte – etwas aus meinem Leben.» Also berichtete Jack davon, wie er in seinem Leben durch Hochs und Tiefs ging. «Ich forderte die Zuhörer auf, mit Eltern, Jugendpastoren oder Kollegen zu sprechen, wenn sie Probleme haben. Dann, nach dem Konzert erfolgte eine Autogrammstunde, Fotos, Tohuwabohu. Die Halle leerte sich und als sie fast leer war, kam eine junge Frau auf mich zu und fragte, ob sie mit uns reden kann.»

Worte fanden ins Herz

Die junge Frau berichtete von einer schwierigen Lebenssituation. «Sie hatte vor diesem Camp schon mehrere Selbstmordversuche gemacht. Sie machte mit Gott ab, dass er sich ihr nun zeigen muss, sonst mache sie definitiv Schluss. Am ganzen Camp geschah nichts, aber genau meine Worte fanden ihr Herz, als hätte Gott zu ihr gesprochen.»

Die drei Rapper beteten für sie und ermutigten sie. «Sie solle stark bleiben und weitergehen. Später schrieb sie viele Fragen und lange Texte und wir nahmen uns Zeit und schrieben zurück. Dann brach der Kontakt etwas ab, vor ein paar Wochen aber hat sie uns mitgeteilt, dass sie daran ist, eine Jüngerschaftsschule zu machen.»

Das Gleiche erlebt

Warum Jacks Worte so berührten? Er hatte selbst etwas Ähnliches erlebt. «Ich war selbst einmal an einem solchen Punkt. Ich lief eine Strasse entlang und wollte mich umbringen. Dann fuhr ein Auto vorbei, das Fenster war nach unten gekurbelt und zu hören war ein Worship-Song.» Die Worte, die er hörte, berührten ihn. «Ich weiss nicht mehr, welcher Song es war, aber es war ein Wendepunkt. Noch nie vorher hatte ich das an die grosse Glocke gehängt.»

Bislang waren die drei meist als Solo-Künstler unterwegs. Saymon Kuziem: «Jetzt gehören wir zusammen.» Sie hatten länger betreffend des Namens überlegt, letztlich wurde es «JackSayFree». Die Combo will nun vermehrt wieder in der Schweiz auftreten, oft waren die drei zuletzt in Deutschland bei grösseren Gigs unterwegs.

Gegen Beule im Auto gebetet

Die Gruppe war etwa in Siegen, Deutschland bei einem Open Air dabei. DJ FreeG: «Wir waren schon früh da und es waren etwa 40 Leute vor der Bühne. Deshalb gingen wir durch die Stadt, um noch mehr Leute einzuladen. Der Event war kostenlos und mitten im Zentrum.»

Später, vor dem Auftritt, beteten die drei zusammen. «Da sahen wir ein Auto mit einer Beule.» Die drei überlegten, ob sie beten sollten, dass sie weggeht, zweifelten aber etwas und wir diskutierten darüber. «Wir sagten, dass Gott das kann. Wir beteten immer wieder und schauten schnell, ob sie noch da ist. Wir beteten etwa zehn bis fünfzehn Minuten, aber sie wollte nicht weg.»

Gebet für Beule beflügelte

Dann musste die Gruppe zum Auftritt. «Bei der Gruppe vor uns waren 50 Leute dabei. Wir zogen einfach unser Ding durch und eine halbe Stunde später war der Platz voll, die hintersten Leute konnten wir gar nicht mehr wirklich sehen. Es waren Leute mit Kopftüchern dabei. Verschiedene Kulturen, Muslime, alle waren da und feierten mit bei Songs wie 'Awesome God' oder 'Jesus, you are the light'. Ich hatte Tränen in den Augen.»

«Nach dem Gig schauten wir nach der Beule im Auto – doch der Wagen war weg. Unsere Moral: Es kommt nicht darauf an, ob es geschehen ist; unser Glaube wurde gestärkt, weil wir glaubten, dass sie weggehen kann. Wir wollten mit Gott gehen. Wir spürten seine Präsenz beim Auftritt mega.»

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