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Rubee Lana

Rubee Lana – Depressionen, Suizidgedanken und Ecstasy

Rubee Lana wuchs ohne Vater auf und empfand stets einen tiefen Groll gegenüber ihrer Mutter. Sie stritt oft mit ihr und suchte dann Zuflucht im Haus ihrer Grossmutter. Später folgten Depressionen und Suizidgedanken…

Rubee Lana erlebte verbale und seelische Gewalt, die zu Depressionen führte. Sie hörte düstere, suizidale Musik und spielte mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Aber die Angst hielt sie davon ab, es wirklich zu versuchen.

Sie war überzeugt, dass sie niemand wirklich liebte. Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter nahm sie eine Überdosis der Medikamente ihrer Schwester. Niemand kümmerte sich um sie, dachte sie. Rubee schluckte eine grosse Menge Tabletten und verlor für etwa 15 Minuten das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kam, fand sie sich im Krankenhaus wieder, umgeben von Familienmitgliedern.

«Ach, jetzt interessieren sie sich …»

«Ach, jetzt interessieren sie sich plötzlich für mich. Vorher nicht», dachte sie. Es stellte sich heraus, dass die meisten der geschluckten Medikamente abgelaufen waren und nicht mehr wirkten. Sie blieb eine Woche im Krankenhaus und wurde dann zur Therapie in eine psychiatrische Klinik überwiesen.

Vom Ende der achten Klasse bis zum Beginn ihres ersten Highschool-Jahres begann Rubee Lana, Marihuana zu rauchen und regelmässig Partys zu besuchen. Sie feierte mit 21- und 22-Jährigen und fuhr oft betrunken Auto.

Trotz «Erfolg»: Loch im Herzen bleibt

Gleichzeitig postete sie kurze Videos von sich in aufreizenden Outfits und mit starkem Make-up. Sie gewann viele Follower in den sozialen Netzwerken und verdiente sogar Geld mit den vielen Aufrufen. Doch das tiefe Loch in ihrem Herzen blieb.

Als sie älter wurde, zog sie nach Chicago. Dort begann sie, Festivals für elektronische Tanzmusik (EDM) zu besuchen und Ecstasy zu nehmen. «Ich weiss noch, wie eine ganz andere Seite von mir zum Vorschein kam», erinnert sie sich. «Wow! Das ist der Sinn des Lebens. Du kannst frei sein, tun, was du willst, Drogen nehmen. Die Festivals haben sich für mich einfach offener, freier und euphorischer angefühlt.»

Wenn der Rausch nachlässt

Doch der Rausch liess nach. Die Drogen machten sie nicht mehr glücklich, sondern abhängig. Ihre vermeintlichen Freunde entpuppten sich als oberflächlich.

Die Depression kehrte mit voller Wucht zurück, und sie hörte auf, in den sozialen Medien zu posten – damit versiegte auch diese Einnahmequelle.

Eines Tages war sie mit Leuten im Auto unterwegs. Eine Flasche Hennessy ging herum, und Rubee Lana schrie verzweifelt nach Gott, obwohl sie nie zuvor von Gott gehört hatte. «Mein Herz war so schwer und ich fragte mich: Komme ich in den Himmel oder in die Hölle? Ich wusste, dass ich an diesem Tag in die Hölle gekommen wäre, wenn ich gestorben wäre. Ich sass buchstäblich in einem Auto mit fremden Leuten, die eine Flasche Hennessy herumreichten.»

Ein unerwarteter Moment

Sie schaute aus dem Fenster und betete immer wieder still: «Gott, es tut mir leid, vergib mir, Gott vergib mir, Gott vergib mir.» Dieser Moment kam völlig unerwartet. Was wusste sie schon von Gott? Sie kannte nur Leid – die unglücklichen Umstände ihrer Kindheit und das Chaos, das sie selbst angerichtet hatte.

Rubee Lana begann, eine christliche Gemeinde zu besuchen und ihr Leben aufzubauen, statt es weiter zu zerstören. Sie übergab ihr Leben Jesus Christus als ihrem Herrn und Erlöser und wurde neu geboren.

Zur Hoffnungsträgerin geworden

Heute verbreitet Rubee Lana christliche Botschaften und dient Jesus Christus. Mit «Just a Girl after God's heart» («Einfach ein Mädchen nach dem Herzen Gottes») begrüsst sie die über 300'000 Besucher ihres Instagram-Kanals.

So ermutigt sie zum Jahresbeginn: «Du musst nicht in Clubs trinken und rauchen, wenn du das neue Jahr beginnst, sondern du musst dein Herz ganz Jesus schenken. In ihm findest du wahre Freiheit und Frieden in deiner Seele. Ich war so voller Freude und Dankbarkeit, als ich das neue Jahr begann, nicht weil mein Leben perfekt ist und ich alles habe, was ich mir auf dieser Erde wünsche, sondern weil ich einen Gott kenne, der perfekt ist. Ich weiss, dass er bei mir ist und dass ich seine Tochter bin. Früher habe ich im Club getanzt, aber jetzt tanze ich mit dem höchsten Gott! Ich gebe ihm alle Ehre für mein Leben.»

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