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Julie Lopez

Julie Lopez – «Dämonen kommen als Engel des Lichts»

«Hexerei hat meinen Vater getötet», beschreibt Ex-Hexe Julie Lopez ihre Reise aus dem geistlichen Terror zu Jesus Christus. Die Hexerei versuche einem immer glauben zu machen, dass man Macht hat – doch das Gegenteil sei der Fall…

«Ich war die fünfte Generation, die Hexerei betrieb», bilanziert Julie Lopez. «Vermutlich geht es noch weiter zurück – aber es endet bei mir; ich habe diesen Generationenfluch durchbrochen.»

«Hexerei ist, wenn man Menschen durch Rituale und andere Dinge kontrolliert und manipuliert», erklärt Julie Lopez. Einige würden glauben, dass sie «weisse Magie» praktizieren – eine vermeintlich «gute» Tradition. Doch so etwas gibt es nicht, sagt die ehemalige Hexe.

Angstträume

Julie Lopez ordnet ein: «Bei der schwarzen Hexerei geht es darum, Menschen zu manipulieren, Opfer zu bringen und bestimmte Dinge zu tun, um unseren Willen durchzusetzen. Hexerei wird immer versuchen, dich glauben zu lassen, dass du die Macht hast.»

Lopez' Einstieg in den Okkultismus begann, als sie ein Kleinkind war. Das erste Ritual, bei dem sie dabei war, verstand sie noch nicht ganz. Als sie heranwuchs, stellten sich Träume und Visionen ein, die ihr Angst machten. Im Alter von zwölf Jahren begann ihre eigentliche Hexen-Ausbildung.

«Wer ist am Steuer?»

«Es ist egal, ob es sich um weisse oder schwarze Magie handelt; wichtig ist: Wer ist die Quelle? Wer steuert diese Erfahrung?», gibt Julie Lopez einen Überblick über ihr Erleben. Sie sagt, dass sie von Dämonen geleitet wurde, unabhängig von der Art der Magie, die sie ausübte.

In ihrer Familie wurde sowohl weisse als auch schwarze Hexerei praktiziert. Julie Lopez wurde im Alter von 15 Jahren mit letzterer vertraut gemacht. Bei vielen ihrer Aktivitäten wurde sie von einem Geistführer unterstützt, von dem sie heute ebenfalls glaubt, dass er dämonisch war, auch wenn er sich nicht so präsentierte.

Dämonen statt Engel

«Sie kommen nicht als Dämonen zu dir, sondern verkünden, dass sie Engel des Lichts sind. Und du denkst: 'Wow, ich habe einen Engel.' Wenn Menschen, die in Hexerei verwickelt sind, sie als das sehen, was sie tatsächlich sind, werden sie davor weglaufen.»

Lopez beschrieb, dass sie sich abends Zeit nahm, um mit ihrem Geistführer zu sprechen; sie sagte, dass sie ihn geistlich anrief, bis sie mit ihm interagieren konnte. «Früher habe ich gespürt, wie seine Gegenwart in den Raum kam.»

In der Dunkelheit

Es wurde immer dunkler um sie. Die Wesen verlangten immer grössere Opfer. «Es hiess: 'Schneide dich selbst!' Ich schnitt mich, um ihnen Blut zu geben, und ich hatte das Gefühl, dass ich irgendwann selbst das Opfer sein müsste.»

Tragischerweise ereilte der Tod die Familie: Lopez erlebte den ultimativen Horror, als ihr Vater Selbstmord beging. Sie glaubt, dass die Hexerei zu seinem Tod führte.

Eine neue Atmosphäre

Ihre Mutter war zutiefst erschüttert, schwor der Hexerei ab und wandte sich der Bibel zu. Julie Lopez wehrte sich zunächst. Sie war wütend und verwirrt, doch schliesslich ging sie in eine christliche Gemeinde und lernte, dass es einen anderen Weg gibt.

Sie war vor dem ersten Besuch nervös. «Es war, als ob ich wüsste, dass ich etwas erleben würde, das mein Leben verändern würde. Es war eine kleine Gemeinde, doch dort herrschte eine völlig andere Atmosphäre, wie ich sie noch nie in meinem Leben gespürt habe.»

«Gefühl der Freiheit»

Plötzlich verspürte sie ein Gefühl der Freiheit und sie fand die Liebe Jesu. Obwohl sie sich während einiger Zeit mit geistlichen Kämpfen herumschlagen musste, wurde sie von ihren Bindungen an das Dämonische befreit.

Mittlerweile ist Julie Lopez seit zehn Jahren Christin. Über ihre Erfahrungen spricht sie aber erst seit dem vergangenen Jahr. Lange Zeit hatte sie das Gefühl, dass ihre Geschichte «zu dunkel» sei. Sie habe sich geschämt, aber Gott veränderte ihr Herz und forderte sie auf, darüber zu sprechen. «Als ich es zum ersten Mal erzählte, sah ich die Wirkung, die es auf andere Menschen hatte.» Heute, so Lopez, sind sie und ihre Familie «wiederhergestellt und befreit».

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