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Seán O'Farrell

Ein Zufall, der keiner war – Auf ein Festival gegangen und Jesus begegnet

Sean O’Farrell hatte nie viel mit Glauben zu tun. Aber nachdem er «zufällig» auf einem christlichen Festival landete, änderte das sein Leben.

Fromm sein war nie sein Ding. Schon in seiner Familie spielten Gott und Glaube keine Rolle, doch als Sean O’Farrell in Cornwall Grafikdesign studierte, bekam er Kontakt zu einer malaysischen Firma, die mit recyceltem Material Waren produzierte. Diese Nachhaltigkeit begeisterte ihn und weckte eine Sehnsucht nach Sinn. Sein Blick in die Nachrichten und auf den Zustand der Welt frustrierten ihn jedoch stark und er fühlte sich hoffnungslos.

Während des Studiums hatte Sean begonnen, regelmässig Drogen zu konsumieren. Mit Alkohol und Hasch begann es, Halluzinogene und anderes kam dazu. Depressionen beherrschten ihn mehr und mehr. Er suchte Hilfe in Therapien und Medikamenten und investierte dafür einiges an Geld, trotzdem wuchsen Bitterkeit und Angst und der Gedanke an Suizid wurde immer grösser.

Eine spirituelle Reise

In dieser Phase war Sean wütend auf die Menschheit, die Konsumgesellschaft, die Umweltkrisen, aber in erster Linie auf sich selbst. Er hatte begriffen, dass sich die Probleme um ihn herum in Wirklichkeit auch in ihm drinnen befanden. So begab er sich auf eine spirituelle Reise und suchte Hilfe in Meditation, fernöstlichen Religionen und esoterischen Praktiken – Veränderung erlebte er dadurch nicht.

Die geschah eher zufällig und begann damit, dass ein paar junge Leute an dem Stand einer Lebensmittelmesse vorbeischauten, wo er jobbte. «Kann man bei euch alkoholfreies Bier für ein Festival bestellen?», fragten sie ihn. «Schon – aber wer will so etwas?» Sie erzählten ihm vom christlichen «Creation Fest».

Sean war nicht beeindruckt, aber die Leute gefielen ihm, sie strahlten einen besonderen Frieden aus. Trotzdem vergass er das Ganze bald wieder. Einige Wochen später googelte er nach buddhistischen Veranstaltungen und fand heraus, dass ein wichtiges Festival gerade am Wochenende zuvor stattgefunden hatte. Vor lauter Frust schaute er nach christlichen Alternativen und stiess auf das Creation Fest, von dem er bereits gehört hatte. Er wusste nicht, worauf er sich einliess, aber spontan buchte er ein Ticket, fuhr hin und schlug dort sein Zelt auf.

Spiel oder Ernst?

Die Atmosphäre beim Festival war etwas ganz Besonderes für Sean und für ihn völlig überraschend brach er bei einer Anbetungszeit in Tränen aus. Alles, was er in den letzten Monaten und Jahren in sich vergraben hatte, schien an die Oberfläche zu kommen. Sein erster Gedanke war: «Ich integriere das in meine sonstigen spirituellen Erfahrungen», doch er spürte schnell, dass das hier ernst war.

Er hörte von Jesus, der offenbar behauptet hatte, dass er «der Weg» wäre – und er glaubte es. An diesem Wochenende ging er von Predigt zu Predigt, bekam immer wieder ermutigende Zusagen von anderen Festivalbesuchern und begann, in der Bibel zu lesen. Davor hatte er zunächst immensen Respekt, denn «wenn man die Bibel liest, ist das lebensverändernd».

Neubeginn

Bei einem Aufenthalt im Gebetszelt des Festivals hatte Sean eine Art Vision. Er sah sein Leben wie einen Schreibtisch vor sich, der voller Bücher und Papiere lag. Es war sehr chaotisch. Und als er versuchte, auf dem Schreibtisch das zu finden, was wahr war und zählte, konnte er es nicht entdecken. Dann sah er Hände, die einen Schlüssel hielten und hörte Gott reden: «Du kannst jetzt zugreifen oder später.» Er nahm den Schlüssel und Gottes Hand räumte den Schreibtisch auf und ersetzte das Chaos durch ein einziges Buch, die Bibel.

Starke Erlebnisse wie dieses und tiefe Begegnungen auf dem Festival führten dazu, dass Sean sich entschied, in Zukunft mit Gott durchs Leben zu gehen. Noch während des Festivals liess er sich taufen. In der Zeit vorher hatte er manchmal sterben wollen – jetzt wollte er «für sein altes Leben sterben», es hinter sich lassen und ein neues Leben mit Christus beginnen. Seit damals – das war 2022 – lebt Sean O’Farrell als Christ. Inzwischen ist er Missionar im irischen Dublin, predigt dort regelmässig und lädt Menschen zu Gott ein. All das begann mit einem «zufälligen» Festivalbesuch.

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