Regisseur Mitch Davis – Als er im Sterben lag, hörte er Gottes Stimme

Mitch Davis campierte mit seinem neunjährigen Sohn, zwei anderen Jungs und seinem Hund Pluto in den Bergen von Colorado – als das Unheil geschah: Er wurde vom Blitz getroffen. Er spürte, wie er im Sterben lag und in die Dunkelheit entglitt...

Mitch Davis campierte mit seinem neunjährigen Sohn, zwei anderen Jungs und seinem Hund Pluto in den entlegenen Bergen von Colorado – als das Unheil geschah: Er wurde vom Blitz getroffen. Er spürte, wie er im Sterben lag und in die Dunkelheit entglitt…«An das Ereignis kann ich mich nicht mehr direkt erinnern, es ist wie ausradiert», erzählt Mitch Davis. «Doch die Buben berichteten, dass der Blitz durch das Zeltdach schlug, mich traf und dass ich niederfiel.» Ein Teil des Blitzes ging wie durch seinen Körper, «dann kam er aus meiner Hand heraus und traf auch noch die Knaben. Sie sagten mir, dass meine Augen aus den Höhlen ragten und dann wieder zurückrollten und ich nicht mehr atmete. Sie dachten, ich sei tot.»

Erst nach mehreren Minuten war er wieder in der Lage zu hören. «Die Buben schrien und beteten für mich. Ich hörte, wie mein Sohn sagte: 'Stirb nicht, Papa. Bitte stirb nicht.' Ich hörte auch, wie einer der drei Gott versprach, er würde nie wieder etwas Schlechtes im Leben tun, wenn ich aufwachen würde. Ich konnte sie hören, aber nicht antworten oder reagieren.»

Abgleiten in die Dunkelheit

In diesem Moment wurde Mitch von Dunkelheit eingehüllt, er begann zu sterben. «Ich konnte spüren, wie ich den Ort verliess und nicht wieder zurückkehrte.» Dies sei beängstigend gewesen. «Instinktiv merkte ich, dass ich von dieser Dunkelheit befreit würde, wenn ich beten könnte. Doch ich konnte nicht – es war wie wenn meine Zunge gebunden wäre. Ich war nicht in der Lage, ein Gebet in meinen Gedanken zu formulieren, es war, als wäre ich erstickt.»

Doch Gott hatte einen anderen Plan für das Leben von Mitch. Als er da sterbend am Boden lag, hörte er Gottes Stimme. «Er drückte seine Liebe zu mir aus, seine Zustimmung für mich und dann sagte er sehr deutlich: 'Bitte im Vertrauen.' Ich fühlte mich von Gott ermutigt, einfach zu beten und ein Wunder zu erwarten – und so tat ich dies.»

«Vater!»

Mitch war in der Lage, ein einziges Wort zu sagen – «Vater». Sobald das Wort ausgesprochen war, war er frei von seiner Lähmung. «Ich konnte wieder sehen. Ich hob meinen Kopf und schaute mich um. Ich war mir wieder allem bewusst, die Dunkelheit war weg und ich war am Leben.»

Es sei eine Botschaft von Gott gewesen. «Ich liebe dich, du bist gut genug, bitte im Vertrauen und ich will deine Gebete hören und sie beantworten.»

Dieses Erlebnis ist auch Teil des Films «The Stray», den Mitch Davis gedreht hat; von ihm stammte zuvor auch der Streifen «The other Side of Heaven». Der Film «The Stray» basiert auf einem wahren Ereignis. Der streunende Hund Pluto stösst zur Familie Davis, die daran ist, auseinanderzubrechen. Mitch, der von Michael Cassidy («Argo», «Batman vs. Superman») gespielt wird, ist einzig von seiner Karriere getrieben. Es scheint, als sei Pluto bloss ein Mund mehr, den es zu stopfen gilt. Doch der Hund hilft, die Ehe zu kitten und die gebrochene Vater-Sohn-Beziehung wieder herzustellen.

Mitch vergleicht dies mit der Liebe, die Christus für seine Kinder hat. «Gott hilft uns auf verschiedene Art und Weise.» Er sei überzeugt, dass es Gott war, der Pluto in die Familie gesendet habe.

«Das könnte ich nie leugnen»

Obschon Mitch noch heute die Nachwirkungen des Blitzes mit sich trägt – darunter das zerstörte rechte Trommelfell –, sagt er, dass sein Glaube an Gott durch dieses Erlebnis ausserordentlich gestärkt worden sei.

«Ich kann nie leugnen, dass ich aus den Kräften der Dunkelheit herausgerettet wurde, wie ich es nie zuvor erlebt hatte. Die Bibel nennt dies Tod und Hölle, und das war es, was ich fühlte. Ich spürte, dass ich übermannt wurde von einer Macht der Dunkelheit, die mich sucht, mich völlig zerstören will. Es war überhaupt keine angenehme Sache.»

Gott habe ihn gerettet: «Wir waren eine halbe Stunde auf einem Weg, der den 4x4-Radantrieb erforderte. Dann waren wir zwei, drei Stunden den Berg hinauf marschiert. Ich war ein Mikro-Punkt auf einer Bergseite, mitten im Niemandsland. Doch Gott wusste, dass ich in Not war und seine Hilfe brauchte. Er streckte sich aus und rettete mich.»

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